Robert Temel
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2011
„Gemeinschaftliches Wohnen. Potenziale in Wien und Österreich“, in: Helmuth Schattovits, Angela Adrigan (Hg.): Heimat finden. Gemeinschaftliches Wohnen zwischen Sehnsucht und Gelingen, Wien/Graz: Neuer Wissenschaftlicher Verlag 2011, S. 41–48

Präsentation auf der Verlagswebsite


Ausschnitt S. 48:


Die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen
In jüngster Zeit entsteht in Österreich neue Bewegung rund um das Thema. Ein Versuch, diese Bewegung aufzunehmen und zu verstärken, ist die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen. Die Initiative will eine Plattform schaffen, die alle diejenigen zusammenführt, die das Thema des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens weiter voranbringen bringen wollen. Sie richtet sich dabei sowohl an Profis wie ArchitektInnen, Bauträger und PolitikerInnen als auch an Private, die das Bauen und Wohnen in Gemeinschaft für sich in Betracht ziehen. Ziel ist es, die Entstehungsbedingungen für gemeinschaftliche Wohnformen zu verbessern und die Umsetzung konkreter Projekte zu unterstützen. Dazu bedarf es insbesondere politischer Entscheidungen und des Engagements durch die öffentliche Hand. Die Initiative setzt sich für die Schaffung rechtlicher, organisatorischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein, die es den Menschen ermöglichen, selbstbestimmt und gemeinschaftlich Wohnprojekte zu initiieren und umzusetzen. Zu diesen Rahmenbedingungen gehören Vernetzung, Beratung und Information, die Anpassung der Förderbedingungen, neue Finanzierungs- und Kreditmodelle, Know-how-Transfer und, vor allem, das Vorhalten bezahlbarer Grundstücke zur Vergabe an bauwillige Gruppen durch die öffentliche Hand. Die Initiative will einen Kristallisationspunkt schaffen: Wissen und Erfahrungen sollen systematisch zusammengetragen, InteressentInnen vernetzt werden, um die Nachfrage nach gemeinschaftlichen Wohnformen und selbstorganisierten Baugemeinschaften sichtbar zu machen und an der Schaffung von Rahmenbedingungen mitzuarbeiten.

Jubiläumsbauvisite 1980: Haus S. | Foto: RT Jubiläumsbauvisite 1980: Haus S. | Foto: RT