Robert Temel
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Die Klartext-Kolumne erscheint seit Ende 2008 drei Mal pro Jahr als Kolumne in der Wettbewerbs-Beilage „The Art of Competition“ der Zeitschrift „Architektur aktuell“. Mehr Informationen zu „Architektur aktuell“ finden Sie unter www.SpringerArchitektur.at.

78/2016
Wettbewerb Öffentlicher Raum Seeparkquartier Aspern Seestadt, Wien
Der südliche Teil der Seestadt Aspern in Wien-Donaustadt ist weitgehend fertiggestellt – was noch fehlt, ist die Mitte: Dort, wo einmal geplant war, einen Campus der Technischen Universität Wien zu realisieren, soll ein gemischt genutztes Gebiet mit Wohnen und Gewerbe entstehen. Für dieses Areal, das so genannte Seeparkquartier, wurde nun ein Wettbewerb zur Gestaltung des öffentlichen Raums durchgeführt. In der Seestadt hat man einen Fehler nicht wiederholt, der die Qualität vieler Wiener Stadterweiterungsprojekte der letzten Jahrzehnte beeinträchtigt...

3/2016
Vorprogrammierter Qualitätsverlust
Schulbauten von Privaten statt der öffentlichen Hand

Public-Private Partnership, PPP, das neue Zauberwort, wenn es um städtische Infrastrukturbauten geht. Die Belastung des (beispielsweise) Wiener Budgets mit Investitionen für jene Bauten, die etwa durch das starke Bevölkerungswachstum nötig werden, versucht man zu vermeiden – stattdessen soll ein Privater diese Kosten tragen, dem man dann jahrzehntelang für Errichtung und Betrieb ein Entgelt bezahlt. Dass dieses Modell in Summe teurer kommt, bestreitet kaum jemand...

78/2015
Geladener Wettbewerb Rauchmühle, Salzburg
Wohnen statt Gewerbe

Es geht um das Gewerbegebiet der „Rauchmühle“ im Salzburger Stadtteil Lehen: Wo bis vor vier Jahren noch Mehl gemahlen wurde, sollte nun ein neuer Stadtteil entwickelt werden, in einem Gebiet zwischen Bahntrasse, Glanbach und einem Schulgelände, westlich der dichter bebauten Stadt und unweit des Stadtwerke-Areals. Es soll, so die privaten Auslober, die Vorarlberger Prisma-Holding und die Familie Rauch, ein „lebendiges Stück Stadt“ entstehen und eben nicht, so könnte man ergänzen, nur eine weitere Ansammlung von Wohnbauten...

3/2015
Baugruppen und Quartiershäuser am Wiener Hauptbahnhof
Wettbewerbe für Architektur und Nutzungen

Wichtigstes Ziel eines Architekturwettbewerbes ist es, das beste Projekt für einen bestimmten Ort und eine bestimmte Nutzung zu erhalten. Manchmal, insbesondere bei der Entwicklung größerer neuer Stadtgebiete, die aus vielen Neubauten mit nicht immer klar definierten Nutzungen bestehen, kann die ausschließliche Projektauswahl über Architekturwettbewerbe aber problematisch sein...

6/2014
Städtebaulicher Ideenwettbewerb Verteilerkreis Favoriten, Wien
Komplexe Planung in Stufen

Dem kooperativen Verfahren als neuem städtebaulichen Planungsinstrument in Wien folgt in sehr komplexen planerischen Situationen nicht unmittelbar ein Widmungsverfahren – davor gibt es in diesen Fällen noch einen städtebaulichen Wettbewerb, um innerhalb der im kooperativen Verfahren entwickelten Rahmenbedingungen zu einem definitiven Projekt zu gelangen...

3/2014
Das kooperative Verfahren in Wien
Ein neuer Weg des Städtebaus

Das kooperative Verfahren ist kein Wettbewerb –dieses Faktum sollte gleich zu Beginn geklärt sein. Um zu verdeutlichen, was es sein soll, ist es hilfreich, es mit zwei Arten von Wettbewerben zu vergleichen...

6/2013
Die organische Verbindung von Büro und Werkshalle
Betriebsgebäude Hoerbiger in der Wiener Seestadt Aspern

Mit der Ansiedlung des Technologieunternehmens Hoerbiger ist der Wiener Seestadt Aspern ein Coup gelungen: Nicht nur die Tatsache, dass damit in Zukunft etwa 550 Arbeitsplätze nach Aspern kommen, ist von großer Bedeutung. Dazu kommt, dass hier der Fall eines Generalplanerwettbewerbs für ein Verwaltungs- und Produktionsgebäude einer privaten Firma eingetreten ist...

3/2013
Immer noch: Mut!
Das Parlamentsgebäude der Republik Österreich, Teil 2
Was bisher geschah: Das österreichische Parlament wünscht sich einen neuen Plenarsaal, weil der alte nicht mehr so richtig funktioniert – nach Kriegsschäden war in den 1950er Jahren ein neuer Saal der Architekten Fellerer und Wörle errichtet worden; es wird mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ein Wettbewerb dafür ausgeschrieben, den Architekt Andreas Heidl gewinnt. Schließlich erkennt man plötzlich, nach ein paar Jahren, dass ein solcher Umbau vielleicht doch Teil eines Gesamtkonzeptes sein sollte...

11/2012
Die Synergie der Separation: Wiener Bildungscampus in der Seestadt Aspern
Die Seestadt Aspern, Wiens größtes Stadterweiterungsgebiet, soll von etwa 20.000 Menschen bewohnt werden – die ersten werden 2014 einziehen und Pioniere in einem Stadtteil im Werden sein. Der Masterplan für das Areal sieht im Süden zwischen den ersten Wohnbauten und einem Gewerbegebiet eine großzügige Fläche für Schulen vor. Etwa 40.000 m² stehen zur Verfügung, angrenzend an den zukünftigen Hannah-Arendt-Park im Wohnquartier. Der erste Asperner Schulcampus sollte ein vorbildhaftes Pilotprojekt werden...

6/2012
Freunde der italienischen Oper: Linzer Musiktheater
Die Geschichte des Linzer Musiktheaters ist eine Geschichte politischer Kämpfe. Diese Kämpfe drehen sich nicht um räumliche Qualitäten, sondern Planung ist nur Anlass für Stellvertreterkriege: Die Architektur wird zum willkommenen Ort, an dem die politische Auseinandersetzung stattfinden kann, ohne dass es um Architektur gehen würde...

3/2012
Stars von gestern, Projekte von morgen
Die Wiener Universität für angewandte Kunst, eine der renommiertesten Kunstuniversitäten in Österreich und wichtige Architekturschule, schrieb Ende 2011 einen Architekturwettbewerb für einen Um- und Erweiterungsbau des eigenen Standorts am Stubenring aus...

11/2011
Wie geht es weiter im Wiener Wohnbau?
Die Staatsfinanzkrise geht auch an Wien nicht spurlos vorbei – der Haushalt 2011 sah, neben etlichen anderen Einsparungen, eine Kürzung der Wohnbauförderung um 70 Millionen Euro vor, das sind mehr als zehn Prozent. Da die Ausgaben bei Sanierung und Wohnbeihilfe nicht reduziert wurden, geht diese Kürzung voll zu Lasten des Neubaus, der damit um etwa ein Viertel zurückgefahren werden muss...

6/2011
Parlamentsgebäude der Republik Österreich: Nur Mut!
Parlamente sind symbolisch hochgradig aufgeladene Gebäude, die nicht nur nüchterne Zwecke erfüllen, sondern auch materialisierte Repräsentationen des jeweiligen Staats bilden...

3/2011
Grüne Wettbewerbsperspektiven
Maria Vassilakou ist die neue grüne Vizebürgermeisterin von Wien. Sie hat weiters ein überaus umfangreiches Ressort zu meistern, dessen Agenda auch für die Baubranche relevant ist. Neben Stadtentwicklung und Verkehr, was der Tätigkeitsbereich ihres Vorgängers Rudi Schicker war, bekam sie auch noch Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung dazu...

10/2010
Flagship der Wiener Kindergärten im Stadtpark/Teil 2
Zunächst gekentert, dann doch gelandet
Was bisher geschah: Im Juli 2009 wurde von der Stadt Wien ein EU-weiter, offener Architekturwettbewerb zur Errichtung eines neuen Kindergartens im Stadtpark ausgeschrieben...

6/2010
Das Ruder herumgerissen
Roland Rainers Wiener Stadthallenbad
Im Herbst 2009 wurde man bei der Wiener Stadthallengesellschaft offenbar sehr plötzlich darauf aufmerksam, dass Roland Rainers Stadthallenbad, errichtet 1971 bis 1974, dringend sanierungsbedürftig war...

3/2010
Flagship der Wiener Kindergärten im Stadtpark
Kindergarten-Flaggschiff vorerst gekentert
Es sollte ein Wiener Vorzeigeprojekt werden: Ein neuer Kindergarten im Stadtpark, an prominentem, wenn auch städtebaulich schwierigem Ort als beispielhafte Realisierung für die Wiener Kleinkindpädagogik des 21. Jahrhunderts...

10/2009
Wohn- und Pflegehaus Liebhartsthal II
Wie ältere Menschen gut leben und, falls nötig, gepflegt werden können, ist eine überaus aktuelle Frage...

5/2009
Und was noch?
Eigentlich ist es ja genau die Art von Wettbewerb, die man gern positiv hervorheben möchte...

11/2008
Shopping City Schwaz
Tirol gilt im Reigen der österreichischen Bundesländer – zusammen mit Vorarlberg – als gelobtes Land der Baukultur...

F&E-Anteile im Bauwesen und anderen Branchen | Grafik: Designbureau Simone Metelko-Kager F&E-Anteile im Bauwesen und anderen Branchen | Grafik: Designbureau Simone Metelko-Kager