Robert Temel
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2010
Endbericht zum Forschungsprojekt Baustelle Schule, Berichte aus Energie- und Umweltforschung 47a/2010, 340 S. (mit Edeltraud Haselsteiner, Maja Lorbek, Gerhild Stosch)

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Ausschnitt S. 10:

Diskussionen über Schulpolitik, Schulorganisation und Investitionen in Bildung gehören zu den meistdiskutierten Themen in der Politik. Schlechte Ergebnisse österreichischer SchülerInnen in den Pisa-Studien, die Arbeitszeit von LehrerInnen, der Anteil der Kinder mit migrantischem Hintergrund an den Schulen, die Ideologiedebatte über die Gesamtschule sind nur einige dieser Themen. Das Schulwesen wird sich verändern. Wenn innovative PädagogInnen von Lernlandschaften sprechen, fällt es schwer, diese Vorstellung mit starren funktionellen Strukturen in bestehenden Schulen zu verbinden. Schulneubau wird künftig jedoch eine weniger wichtige Rolle spielen. Können bestehende Bauten den künftigen Unterricht auch funktionell aufnehmen? In den Leitprinzipien von „Haus der Zukunft“ wird zukunftsverträgliche Entwicklung als dynamischer Prozess begriffen, der die kontinuierliche Anpassung an neue Umstände erfordert. Aufgrund demografischer Veränderungen und neuer Anforderungen ist eine Adaptierung des Schulbaubestandes virulent. Erschwerend ist, dass bei einem hohen Prozentsatz der bestehenden Schulen bereits ein dringlicher Sanierungsbedarf besteht. Umso wichtiger erscheint es, für diesen Sektor rechtzeitig zukunftsorientierte Maßnahmenpakete zu entwickeln, andernfalls aufgrund von Sanierungsdruck die Implementierung nachhaltiger Technologien unberücksichtigt bleibt. Diese grundlegenden Fragen sollten im gegenständlichen Projekt geklärt und mit Anforderungen der nachhaltigen Sanierung kombiniert werden.

Hofsituation in Tübingen | Foto: RT Hofsituation in Tübingen | Foto: RT